Winter Escape 3: Drei Wochen Aufenthalt auf Lanzarote

Ernährung Trainingslager Umfeld

Mein Abenteuer aus Lanzarote, Arbeit und Training konnte nun beginnen. In diesem Eintrag beschreibe ich das Umfeld, meinen Körper, das Training, die Trainingsbedingungen und den Tagesablauf auf Lanzarote.

Das Umfeld:
Ich wohnte nun im Ort La Santa. Der Ort La Santa ist im Norden Lanzarotes. La Santa ist nicht sonderlich groß, bietet aber alles was man braucht. In La Santa gibt es einen Supermarkt, in welchem ich alles kaufen konnte, was ich brauchte. Ich bekam hier Nudeln, Tomatensauce und Joghurt. In vollen
Trainingswochen sind dies Lebensmittel, welche es gern‘ öfter gibt. 😉 Wenn man wenig Zeit (oder Lust) hatte selbst zu kochen, konnte man in eines von zahlreichen Restaurants gehen. Ich konnte leider nicht alle testen. In den Restaurants in denen ich war, war das Essen immer sehr gut!

Zusätzlich gab es in La Santa einen kleinen Bike Shop. Dieser Bike Shop heißt „Pro Bici La Santa“ und wird von Maria, Steve und Sebastian betrieben. Die drei sind super nett und konnten mir immer helfen. Egal, ob es eine Verbesserung/Änderung meiner Sitzposition auf dem Rad war, das leihen eines Radschlosses, oder das bestellen eines Taxis (die Taxizentrale wollte leider kein Englisch mit mir sprechen) – am Ende der drei Wochen. Hier fühlt man sich stets gut aufgehoben!

At this point: Sebastian, thanks for sitting me better on my bike. Maria, thanks for calling a taxi. Last but not least: Steve, thanks for borrowing a bike lock.

Mein Körper:
Von Anfang an bereitete mein Körper mir ein mulmiges Gefühl. Bei einer Laufeinheit, etwa eine Woche vor dem Abflug, habe ich Probleme mit einer Sehne/Band im linken Knie bekommen. Ein richtiger Abdruck beim Laufen war nicht mehr möglich. Normales Gehen war ebenso nicht immer möglich und manchmal mit Humpeln und einer Ausweichstellung verbunden. Das war kein schöner Einstieg. Laufen und auch Schwimmen waren Anfangs nicht, oder nur eingeschränkt, möglich.

Das Training: 
Der Trainingsplan war gefüllt mit Rad-, Lauf-, Schwimm-, Athletik- und Krafteinheiten. Es standen pro Woche 2-4 Einheiten, je Sportart, auf dem Programm. Schwimmeinheiten fanden erstmal nur kurz statt und Laufeinheiten fielen komplett weg. Zum Glück hatte ich auf dem Rad keine Schmerzen! Da auf dem Rad meine Schwäche liegt, an der ich auf Lanzarote hauptsächlich Arbeiten wollte, war die Situation zwar nicht schön für mich, aber ich konnte auf dem Rad einen guten Ausgleich schaffen. In der ersten Woche war ich überwiegend auf dem Rad. Mein Ruhetag, welcher meistens Montag ist, sollte eingehalten werden. Also ging es Freitag, Samstag und Sonntag aufs Rad. Dazu noch eine Schwimm- und eine
Krafteinheit und das Wochenende war auch schon vorbei. Ich
konnte leider an keinem Tag auf Lanzarote joggen und habe dann, hauptsächlich auf dem Rad, kompensiert. In der Mitte meines Aufenthalts konnte ich den Schwimmumfang wieder erhöhen und öfter sowie länger schwimmen. Das hat die Mentale Verfassung auch wieder etwas angehoben. Am Ende saß ich jeden Tag, bis auf Montags, auf dem Rad. Ich saß also an 18 von 21 Tagen auf dem Rad. Hier wurden Kraftintervalle am Berg, lange Grundlagenfahrten und auch Einheiten zur Regeneration absolviert. Das funktionierte an allen Tagen ohne Probleme und stimmt mich, für die kommende Saison, sehr zuversichtlich! Ich habe etwa 1500km auf dem Rad verbracht und einen weiteren Baustein der Grundlage gelegt.

 

Die Trainingsbedingungen:
Lanzarote bietet für Triathleten (und auch andere Sportler) optimale Trainingsbedingungen für ein anspruchsvolles, aber auch ordentliches Training. Das Wetter meist stabil bei 20 Grad. Ich hatte in drei Wochen etwa einen kurzen Regenschauer pro Woche! Für Januar/Februar bin ich damit einverstanden. 🙂 Lanzarote bietet wunderschöne Radstrecken. Das Terrain auf Lanzarote ist allerdings nicht einfach. Es ist schwierig eine Route mit wenig Höhenmetern zu finden. 😉 Es geht meist hoch oder runter. Jedoch in den seltensten Fällen flach. Dazu kommt meist ein ordentlicher Wind. Diesen Wind und die Berge darf man nicht unterschätzen und sollte man immer als Freund statt als Feind sehen. Gefahren bin ich immer in kurzer Radbekleidung und zog nur bei längeren Abfahrten eine Weste und/oder Armlinge über. Geschwommen bin ich meist in einer Meer-Lagune sowie in einem beheizten 50m Becken.
Über die Laufbedingungen kann ich leider nicht berichten. 🙁 Aber laufen kann man bekanntlich ja überall. 🙂

Der Tagesablauf:

(Dieser Abschnitt ist für Leute, die mir einen schönen Urlaub gewünscht haben! ;-))

Mein Tag begann immer früh. Da ich, aufgrund der Zeitverschiebung, eine Stunde hinter Deutschland war, klingelte mein Wecker auch eine Stunde früher. Der Wecker klingelte meist gegen 06:30 Uhr und um spätestens 7 Uhr (8 Uhr Deutschland) saß ich am Laptop. Ich arbeitete bis 11 Uhr (12 Uhr Deutschland). Anschließend ging es aufs Rad. Meine Touren waren zwischen 2,5-4h lang. Lange Stops in Cafés waren also nicht möglich. 😉 Sobald ich wieder zurück war, ging es wieder an den Laptop. Wenn dann noch eine Trainingseinheit folgte, dann Arbeitete ich für etwa weitere zwei Stunden und begab mich auf dem Weg zum Schwimmen. So hatte ich sechs Stunden Arbeit auf der Uhr. Die restlichen zwei Stunden holte ich in den späteren Abendstunden nach. So war es mir möglich meine 40h Woche zu halten. Das erforderte nicht gerade wenig Disziplin. Lebensmitteleinkauf und Haushalt mussten nebenher auch noch erledigt werden. Dazu nutzte ich meist die Zeit am Wochenende. Eine ordentliche Tages- und Wochenplanung war in diesen Wochen unabdingbar.

Diese Winter-Escape-Serie konnte ich nur schreiben durch die Unterstützung meines Arbeitgebers! Danke!

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