Höhen und Tiefen

Motivation Umfeld

Was ist hier das Hoch und was ist das Tief?

„Nach jedem Hoch kommt ein Tief“ oder „Nach jedem Tief kommt ein Hoch“ – diese Sprüche kennt sicher jeder. Der erste ist für mich mit Stress, Arbeit und wenig Motivation verbunden. Der zweite folgt hoffentlich schnell nach dem ersten. Egal ob es eine Erkältung, eine Verletzung oder ein persönliches Ereignis ist. Wir alle kennen es. In diesem Eintrag erzähle ich von meiner letzten Begegnung mit dem Hoch und dem Tief.

Am 31.12.2016 bin ich einen 10km Silvesterlauf in einer, für mich, sehr guten Zeit gelaufen. Das Training lief gut, das Ergebnis war sehr gut – fast schon zu gut. Ich wartete regelrecht nur auf ‚das Tief‘. Was passierte also genau 11 Tage später? Die ersten Anzeichen des nächsten Tiefs erschienen.

Ein Lauf, inklusive dem verlassen der Komfortzone, sollte der Anfang sein. Kurze Sprints mochte mein Körper sowieso noch nie. Kälte dazu mag er noch weniger. Am Abend nach dem Lauf spürte ich schon ein leichtes ziehen in der Innenseite des linken Knies. Da es immer wieder mal „hier und da“ zwickt (ja, auch mit zarten 23 Jahren ;-)), habe ich diese Anzeichen vorerst ignoriert und die Trainingseinheiten fortgesetzt. Am Ende der Woche folgte dann noch ein 20km langer Dauerlauf. Dieser sollte sich später dann als Ausrufezeichen des Tiefs erkenntlich zeigen. Der Montag, nach dem 20km Dauerlauf, brachte mir dann die Quittung: Humpeln und Schmerzen bei jedem Schritt waren die Folgen. Also war erstmal Ruhe angesagt. Im Hinterkopf hatte ich den Abflug zum 3 Wöchigen Aufenthalt nach Lanzarote. Die Spannung war nicht nur für mich zu spüren, sondern auch für mein Umfeld. Meine Trainingskollegen und Trainer spürten ebenfalls Anspannung und sprachen mich an, wenn ich es denn nicht schon vorher tat. Hinzu kam, dass meine linke Schulter, sich fast zeitgleich, ebenfalls meldete. Dies begann auch schon auf Lanzarote. Nach der Rückkehr nach Deutschland ging es direkt zum Physiotherapeuten und einer Ärztin um die beiden Baustellen untersuchen zu lassen. Vom Arzt wurden ISG-Blockaden (möglicherweise Auslöser der Knieprobleme) gelöst und ein Ultraschall auf der Schulter durchgeführt. Der Ultraschall zeigte eine Entzündung der Bizepssehne. Das war ein herber Rückschlag und forderte das pausieren der Schwimmtrainings. Funktionseinschränkungen im linken Knie wurden nicht festgestellt. Jetzt, fast fünf Wochen nach Anfang der Beschwerden, kam noch eine Erkältung obendrauf – und das nur eine Woche vor dem Abflug in das nächste Trainingslager nach Mallorca. Nun heißt es abwarten und Tee trinken – am besten nicht die Nerven verlieren. 😉

In diesem Eintrag ist es nicht Ziel zu jammern, sondern den Alltag neben dem Sport darzustellen.

Das wichtigste in solchen (unschönen) Tiefs: Ruhe bewahren und Füße stillhalten.

Unüberlegte Aktionen machen es in den meisten Fällen nicht besser, sondern meist schlechter. Sollte mal ein sportliches Tief eintreten, liegt es an euch, dass beste daraus zu machen: In Zeiten von Steuererklärung und co. fällt jedem hier mindestens eine Sache ein, welche er vor sich herschiebt. Getreu dem Motto „das hat ja noch Zeit“. 

Ist das Tief vorüber, geht es weiter: Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitermachen.

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