Bericht: Hannover Marathon 2017

Laufen Wettkampf

Da war er nun. Der Hannover Marathon 2017. Wo stehe ich? Wie ist die aktuelle Form? Fragen über Fragen…

Ich habe dieses Jahr keine Leistungsdiagnostik gemacht und war unsicher welches Tempo ich über 21 Kilometer laufen kann, ohne zu platzen. Durch verletzungsgeprägte Winter und damit verbundene Laufpausen in den letzten Jahren, bestand mein Ziel meist darin, beim Frühjahrshalbmarathon die 1:30h Marke zu unterbieten. Meine persönliche Bestzeit lag bis Sonntag bei knapp 1:26h (2015 – Kassel Marathon). Im Jahr 2016 bin ich keinen Halbmarathon als reine Laufveranstaltung gelaufen. Eine Zeit von 01:33:16h konnte ich im IRONMAN 70.3 Jönköping (Juli 2016) laufen.

Die letzten Jahre bin ich immer mit der Devise „hinten raus schneller werden“ an den Start gegangen. Dieses Jahr sollte es anders werden: Mein Coach schlug vor den Halbmarathon in einer festen Pace zu laufen und diese zu halten. Die große Frage war nur: Welche Pace kann ich laufen?

Die letzten Intervalle und längeren Läufe in der Vorbereitung verliefen reibungslos und machten Lust auf den Wettkampf. Ich hatte Lust und war heiß an der Startlinie zu stehen! Endlich der erste „richtige“ Wettkampf der Saison.

Am Samstag traf ich mich mit Christoph (SV Aegir 09 Hannover) zum Startunterlagen abholen. Der Andrang im Messe-Zelt war so groß, das kurzzeitig der Einlass gestoppt wurde und erst nach ein paar Minuten wieder Einlass gewährt wurde. Im (stickigen) Zelt liefen wir bis an das andere Ende, wo die Startunterlagen ausgegeben wurden. Nachdem ich meine Startunterlagen abgeholt hatte, schauten wir uns noch ein bisschen auf der Marathon-Messe um. Anschließend begaben wir uns auf den Heimweg um eine Privat-Pasta-Party zu starten. Kochen, essen und Füße hochlegen war nun die nächsten Stunden angesagt.

Sonntag – Raceday!
Ich nahm mir vor mit einer Pace von knapp 4min/km anzugehen und nach ein paar Kilometern auf den Körper zu hören. In Wirklichkeit bin ich die ersten fünf Kilometer in 3:55/km, 3:56/km, 3:53/km, 3:58/km und 3:56/km gelaufen. So passierte ich die 5km Marke bei etwa 19:42 Minuten. In diesem Rhytmus ging es weiter bis etwa Kilometer 10. Kilometer 10 erreichte ich in 39:24 Minuten. Ich fühlte mich gut und ging auf Risiko. Ich erhöhte das Tempo auf ca. 3:45/km – 3:50/km. Bis Kilometer 16 funktionierte das wunderbar. Nun waren wir mit den Marathonläufern auf einer Strecke und ich musste ein bisschen Slalom laufen. Kilometer 16-18 waren zäh und ich hatte ein kleines Tief – das Ziel jedoch fest vor Augen. Es waren schließlich keine 5 Kilometer mehr! Ungefähr bei Kilometer 18 kamen wir am Anfang der Herrenhäuser Allee vorbei. Hier waren Zelte aufgestellt und es lief Techno! Ich dachte ich träume. Als Fan der elektronischen Musik gab mir der „Beat“ einen ordentlichen Schub. Die nächsten (und letzten) 3 Kilometer konnte ich die Pace noch einmal erhöhen und mit 3:47/km, 3:51/km, 3:40/km, 3:22/km (letzte 300m, Zieleinlauf) dem Ziel entgegen laufen.

Die Stimmung im Zieleinlauf, sowie auch an der Strecke, war immer sehr gut und ich wurde durch das Publikum die letzten 500 Meter ins Ziel getragen. Mit der Endzeit von 1:22:15h bin ich sehr zufrieden und habe meine eigenen Erwartungen weit übertroffen. Der Rennverlauf verlief für mich gerade zu perfekt. Das Wetter hat mitgespielt und ich konnte ohne Schmerzen oder andere Strapazen ein solides Rennen machen.

Nächste Woche beginnt der nächste Belastungsblock und ich arbeite weiter an der Form.

Am 20. Mai werde ich in Weiden beim Dental Technik Hartwich Triathlon 2017 über die Olympische Distanz an den Start gehen. 1500m schwimmen im Freibad + 4x10km schnelle Radrunden und 4×2,5km Laufkurs erwarten mich dort. Keine große Veranstaltung, jedoch ein guter Zeitpunkt für einen weiteren Formtest bevor es dann am 11. Juni in Hannover Limmer, über die Mitteldistanz, an den Start geht.

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