Bericht: Challenge Roth – Staffel

Radfahren Wettkampf

Gestern bin ich beim größten Triathlon auf der ganzen Welt gestartet. Dem DATEV Challenge Roth! Ich konnte mich vor einigen Wochen dem „Team Nagel 2017“ mit Startnummer 4602 anschließen und dort in der Staffel als Radfahrer starten. Der DATEV Challenge Roth ist ein Triathlon mit ca. 4000 Startern. Das ist ein riesen Ding und die Startplätze sind heiß begehrt. Nach wenigen Sekunden (!) sind bei der Online-Anmeldung alle Startplätze vergriffen.

Bike Chek In.

Ich traf mich am Samstag mit Ali und Heike um die Übergabe der Startunterlagen zu erledigen und das Rad mit Startnummern zu bekleben. Wir besprachen uns noch für einen Treffpunkt am nächsten Morgen. Ali sollte die 3,8 Kilometer schwimmen und Heike den abschließenden Marathon laufen. Ich durfte 180 Kilometer Radfahren. Das Rad musste Samstag eingecheckt werden und verblieb über Nacht in der Wechselzone.180 Kilometer. Das ist aufjedenfall eine Ansage. Durch meine vielen Radkilometer, im Vergleich zu den letzten Jahren, hatte ich zwar Respekt vor der Distanz, aber etwas unsicher war ich dennoch. Ich wusste nicht wie lange ich mein geplantes Tempo halten kann.

#sopro

Am Sonntagmorgen traf ich mich mit Ali und Heike an der Wechselzone. Ali und ich besprachen die Übergabe des Staffelzeitnahmechips. Kurz vor Start zog Ali seinen Neoprenanzug an und ich machte den letzten Bike Check. Alles funktionierte reibungslos. Ali kam nach 01:16:28h aus dem Wasser und blieb damit deutlich unter der angepeilten Zeit von 1:20h! Das ging schonmal gut los! 🙂

Für mich ging es nun aufs Rad. Auf den ersten zwei Kilometern dachte ich mein Leistungsmesser spinnt, da die Werte sehr hoch waren. Da war aber wohl einfach ein bisschen zu viel Motivation der Auslöser und ich habe mich etwas gezügelt. 😉 Nach etwa 3 Kilometern ist mir dann meine Verpflegungsflasche (Inhalt: 15 Gels mit Wasser verdünnt) aus der Halterung hinter dem Sattel geflogen. Ich habe es zum Glück gemerkt und bin kurz angehalten, da wir eine neue Verpflegungsstrategie ausprobiert haben und die Flasche essentiell dafür war. Ein netter Zuschauer hat die Flasche aufgehoben und ist zu mir ans Rad gerannt. Das war wirklich super und hat einiges an Zeit gespart. Blöd war, dass ich dann 180 Kilometer mit dem Gedanken über das verlieren der Flasche gefahren bin. Das war eher suboptimal. Zum Glück blieb es bei diesem einen Vorfall.

Da ich nicht genau wusste, welches Tempo ich auf die 180 Kilometer (2 Runden) halten kann, haben wir beschlossen die erste Runde mit 190 Watt zu starten und dann ggfls. in der zweiten Runde zu steigern.

Das sah dann wie folgt aus:

  1. Runde: 190,94 Watt, 90,36 Trittfrequenz, 146,66 Herzfrequenz
  2. Runde: 198,32 Watt, 87,88 Trittfrequenz, 151,14 Herzfrequenz

Im Großen und Ganzen gute Werte und Ziel erreicht. Die Steigerung in der zweiten Runde war möglich. Ich hatte über die ganzen 180 Kilometer Energie und Ausdauer. Zwischendrin etwas „schmerzen“ im linken Knie, die dann wieder verschwanden. Ali und Heike habe ich gesagt, das ich versuche 5h zu fahren. Als ich in der Wechselzone eintraf und meine Uhr stoppte hatte ich 04:59:59h auf meiner Uhr stehen. 😉 Offizielle Zeit ist 05:00:42h.

Unmittelbar nach Ankunft nach 180 Kilometern.

Die Stimmung an der Strecke war sehr gut, auch wenn auf der zweiten Runde deutlich zu merken war, dass die Strecke weniger von Zuschauern besucht war. Die Staffeln sind deutlich hinter den Einzelstartern gestartet und deren Zuschauer sind dann wohl schon an die Laufstrecke gegangen. Das gute war, dass die Radstrecke auf der zweiten Runde auch deutlich leerer war. Das rollte dann etwas entspannte und der Rhytmus hat besser funktioniert. Ich habe in der zweiten Runde überwiegend die Einzelstarter (deutlich schneller) überholt. Das war sicherlich mental nicht einfach für die Einzelstarter, aber wir Staffeln haben aus Gründen wie diesen ein „S“ auf der Wade getragen. Damit konnte man sich als Einzelstarter dann wieder beruhigen. Für den Kopf ist es sicherlich nicht leicht, wenn jemand nach 140 Kilometern mit deutlich höherer Geschwindigkeit an einem vorbei fährt…

Staffelaufkleber

Die Übergabe des Satffelchips in der zweiten Wechselzone verlief reibungslos und Heike machte sich auf den Weg um den Marathon zu absolvieren. Ich stellte mich dann mit meinen Supportern Elke, Michael und Klaus an die Laufstrecke. Hier kamen die Läufer etwa alle 10 Kilometer vorbei. Ich konnte an dieser Stelle sehr gut Steffen, Julian und Martin anfeuern. Die drei waren als Einzelstartet unterwegs und sind alle gut ins Ziel gekommen. Heike konnte ich hier auch mehrmals sehen und anfeuern.

Julian bei Kilometer 30!

Ali, Heike und ich verabredeten uns 500 Meter vor dem Ziel zum gemeinsamen Zieleinlauf. Als Heike gegen 19:55 Uhr dort ankam, liefen wir zu dritt Hand-in-Hand ins Ziel. Als i-Tüpfelchen ist unsere Staffel unter 11 Stunden Gesamtzeit geblieben. Die Staffel hat wunderbar und ohne Probleme funktioniert.

Unmittelbar nach Zieleinlauf – Team Nagel 2017!

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