Übertraining? Olympisch in Stuhr / Radsturz mit Lenkerbruch / Sprint in Wilhelmshaven

Material Motivation Wettkampf

Übertraining?

Mitte Juli hatte ich, in 2017, acht Starts bei Wettkämpfen hinter mir und merkte dies auch im Training. Mental und Körperlich fehlte mir der Kick um im Training 100% abrufen zu können. Das letzte gewisse etwas fehlte. Ich konnte trainieren, aber es war eher ein „muss“ als ein „darf“. Da es bis zur WM noch mehrere Wochen waren und ich für die Olympische Distanz in Stuhr sowie eine Sprintdistanz in Wilhelmshaven gemeldet war, entscheid ich mich, dass weitere vorgehen mit meinem Coach durchzusprechen. Da es für mich schwierig war eine Woche mit dem Training auszusetzen (die WM hat man immer im Hinterkopf) entschied ich mich die Woche nach Stuhr ohne Uhr zu trainieren und ein wenig Lockerheit im Training herrschen zu lassen. Meine Stimmung besserte sich dadurch und das Training rollte wieder besser.

Olympische Distanz in Stuhr

Am 30.07. folgte der nächste Wettkampf in der Niedersachsen Landesliga. Diesmal starteten wir in Stuhr (bei Bremen) über die Olympische Distanz. Aufgrund von starkem Regen in den Tagen zuvor stand leider die Wechselzone etwas unter Wasser. Das war allerdings nicht weiter schlimm.

Der Schwimmkurs musste zweimal geschwommen werden mit einem kurzen Landgang. Nach einem soliden 1,5km Schwimmen verlies ich nach 22:55 Minuten das Wasser und machte mich auf dem Weg in die Wechselzone 1. Auf dem Rad konnte ich durchgehend ordentlich Druck machen und nach genau 01:03:00h (inkl. Wechselzeiten) wieder vom Rad absteigen. Ich fühlte mich gut und rannte die abschließenden 10 Kilometer in ebenfalls soliden 40:12 Minuten. Am Ende brauchte ich 02:06:07h für die Gesamte Distanz. Das ist, nach meinem Start in 2015, eine Verbesserung um ca. 15 Minuten. Für mich sprang am Ende ein zweiter Platz in der Altersklasse, der vierte Platz in der Landesliga-Wertung und ein kleiner Pokal raus. Mein Training in den letzten Monaten fruchtet also deutlich 😉

Mit der Mannschaft konnten wir einen guten zweiten Platz erreichen und uns somit weiterhin im oberen Feld positionieren.

Gewinn bei der Tombola 😉

Radsturz mit Lenkerbruch

Bei der ersten Einheit einer Entlastungswoche passierte es. Nach über 7000km, in 2017, im Sattel stürzte ich. Ein eingelassener Gullideckel blockierte mein Vorderrad. Ich hatte zu dem Zeitpunkt natürlich nur eine Hand am Lenker… Zack, lag ich auf dem Boden. Ich dachte zwar immer, dass ich in einer solchen Situation zuerst das Material prüfen würde und dann meinen Körper, aber tatsächlich habe ich zuerst mich untersucht. Blutige Schürfwunden an der linken Körperseite waren deutlich zu sehen. Zerrissene Radklamotten ebenfalls. Als nächstes sammelte ich dann mein Rad ein und überprüfte dieses. Auf den ersten Blick nur Schrammen am Lenker und an dem hinteren Schnellspanner. Der Rahmen und die Laufräder haben keinen Schaden genommen. Bei genauem anfassen merkte ich jedoch schnell, dass etwas mit dem Lenker nicht stimmt. Er gab nach und war nicht mehr steif. Bei genauerem hinsehen stellte ich fest, dass der Lenker unten gebrochen war. Ein weiterfahren war nicht mehr möglich. Erst Anfang Juli hatte Nils Frommhold einen Sturz beim Challenge Roth, wo auch der Lenker brach. Ich kann nun mit ihm fühlen… :-/ Glücklicherweise konnten mich Aaron und Martin schnell abholen und nach Hause bringen. Danke nochmals für den schnellen und umkomplizierten Einsatz! Nach der Dusche und weiterem Begutachten der Wunden, suchte ich das erforderliche Ersatzteil raus und bestellte dies. Am Ende musste ich, statt ca. 3 Wochen, „nur“ 1,5 Wochen auf den Ersatzlenker warten. Das so kurz vor der WM eine Lieferzeit von 3 Wochen Panik auslöst, dürfte klar sein. 😉 Die Schürfwunden waren in der ersten Woche zwar schmerzhaft, aber verheilten zügig. Leichte Prellungen haben mich zum Glück nicht eingeschränkt. Mein Fazit zu diesem Sturz: der Trainingsausfall von einer Woche tat mir rückblickend gut. Schmerzen und Einschränkungen sind natürlich blöd, aber nach meinen Übertrainingsanzeichen in den Wochen vorher, machte sich eine (gezwungene) Pause positiv bemerkbar.

Pedalritter.de

Pedalritter in Göttingen haben den Lenker mit hoher Priorität getauscht und wieder super Arbeit gemacht. Danke Jungs! 🙂

Sprint in Wilhelmshaven

Nur wenige Tage nach meinem Radsturz sollte der Nordseeman in Wilhelmshaven stattfinden. Auch dies war wieder ein Liga-Wettkampf und da wir sowieso mich schwacher Besetzung anreisten, entschied ich mich für einen Start, auch mit den Verletzungen und auf meinem „alten“ Rennrad. Am Ende mein schlechtestes Ergebnis bei einer Regenschlacht in Wilhelmshaven. Nach einem soliden Schwimmen war die ungewohnte Position auf dem Rennrad, mit der hohen Belastung, deutlich zu spüren. Schon auf dem Rad hatte ich Probleme ein hohes Tempo zu halten. Auf den abschließenden 5km (am Deich und die Hälfte mit heftigem Gegenwind) konnte ich nicht annähernd mein Tempo halten und entschied nach wenigen Minuten nur noch ins Ziel zu kommen. Die Muskeln in den Waden waren hart und zu. Es ging nur noch laufen, aber kein schnell laufen mehr 😉 Trotz der Regenschlacht machen wir das beste daraus, waren dann aber froh, als es vorbei war. 🙂

Social Media Auto Publish Powered By : XYZScripts.com