Der Weg ist das Ziel – Teil 1 – (7 Tage bis zur WM)

Alltag Umfeld

Angekommen in Chattanooga! Unser Ausblick in den nächsten acht Tagen. 🙂

Wie alles begann…

Am 6.7.2017 begannen Christoph und ich unseren Sommerurlaub in Richtung Schweden. Dieser Urlaub sollte der Startschuss einiger großer Veränderungen in meinem Leben werden. Völlig unerwartet konnte ich am 10.7., am Abend des IRONMAN 70.3 Jönköping, einen Slot für die IRONMAN 70.3 Weltmeisterschaft in Chattanooga annehmen. Als vierter Platz in meiner Altersklasse betrat ich die Bühne, nahm den Slot an, unterschrieb den Anti Doping Zettel, gab meine Personalien an und bezahlte die 459,00 $ Startgebühr. Dieser Tag war der erste Schritt für einige Veränderung meines Alltags. Mein Alltag sollte sich nun um Sport drehen. Prioritäten wurden neu gesetzt: Karriere, Freunde, Familie und Freizeitaktivitäten priorisierte ich neu.

Ich sagte mir:
„Wenn du den Slot annimmst und zu einer Weltmeisterschaft fahren darfst, tust du alles dafür um das bestmöglich im Kommenden Jahr aus dir zu holen.“

Doch wie holt man das beste aus sich raus? Alleine funktioniert das nicht, oder nur beschränkt. Ich suchte mir also zuerst einen Schwimmtrainer und einen Coach für Lauf- und Radtraining. Der Coach sollte auch für die Jahresplanung und den Trainingsaufbau zuständig sein.

Mit Birte (Schwimmtrainerin des RSC Göttingen) fand ich schnell eine kompetente Schwimmtrainerin, welche Lust auf dieses Projekt hatte. Birte lies ihre Kontakte im Trainerkreis spielen und so fanden wir Gunnar, im August 2016. Am 10.09. haben Birte, Gunnar und ich uns in Hamburg getroffen um mein Projekt zu besprechen und Ziele festzulegen. Wir harmonierten und schon stand der erste Teil „meines“ Teams fest. Birte und Gunnar sollten mich pushen, wenn ich trödele. Sollten mich bremsen, wenn ich übermütig werde. Sollten mich motivieren, wenn ich in ein Loch zu fallen drohe. Sollte mich beraten, bei schwierigen Entscheidungen.

Ich erinnere mich noch gut an Gunnars Worte in unserer ersten Mail:
„Ich mache mir schon mal Gedanken und sammle Ideen, was man Dir alles antun kann, um Dich nach vorn zu bringen. ;-)“

Ich hatte Bock und es konnte losgehen! Am 3.10 startete mein Training, gesteuert durch Birte und Gunnar. Einiges veränderte sich: Die Umfänge wurden erhöht und ich bekam eine Struktur in mein Training. Das erste Mal hatte ich eine Jahresplanung. Damals war die WM noch in so weiter Ferne!

Am Anfang einer neuen Saison ist es meist sinnvoll sich Ziele zu setzen. Im ersten Quartal 2017 wollte ich mir meine Laufstärke beweisen. Hierfür hatte ich folgende zwei Ziele:

10 Kilometer unter 40 Minuten
Erklärung: Da ich zu diesem Zeitpunkt keine aktuelle 10 Kilometer Zeit über 10 Kilometer hatte, wollte ich diese mit dem Ziel „sub 40“ aufstellen.
Plan: Verletzungsfrei über den Winter kommen.
Ergebnis: Traditionell startete ich am 31.12.2016 bei einem Silvesterlauf. In diesem Jahr erstmal beim Eichsfelder Silvesterlauf. Die Strecke ist flach und schnell. Perfekt für eine Bestzeit. Aber sollte die schon am 31.12 fallen? Nach 38:11 Minuten erreichte ich das Ziel. Damit hätte ich nie gerechnet und der Weg zeigte schon hier in die richtige Richtung.

Solider Früjharshalbmarathon
Erklärung: In den letzten Jahren waren meine Frühjahrsmarathon immer ein Glücksspiel. Über den Winter verlief mein Lauftraining oft nicht wie geplant und ich wusste nicht wo ich stehe. Dieses Jahr wollte ich einen soliden Frühjahrshalbmarathon laufen. Der Frühjahrshalbmarathon eignet sich gut um eine erste
Standpunktbestimmung zu haben.
Plan: Verletzungsfrei über den Winter kommen.
Ergebnis: Ich bin zwar nicht ganz verletzungsfrei über den Winter gekommen (auf Lanzarote konnte ich im Januar drei Wochen keinen Tag laufen), dennoch bin ich beim Hannover Halbmarathon eine 1:22h gelaufen und habe meine alte Bestzeit von 1:26h (Kassel, 2016) pulverisiert! Danach war ich ebenso überrascht, wie nach dem Silvesterlauf.

Gestern bin ich dann mit meinen Eltern und Birte von Frankfurt nach Atlanta (200 Kilometer von Chattanooga entfernt) geflogen. Alles verlief problemlos und wir sind nun in Chattanooga. Jetzt wird es ernst 🙂

Weiter geht es morgen mit Teil 2! 🙂

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