Der Weg ist das Ziel – Teil 2 – (6 Tage bis zur WM)

Motivation Umfeld

Meine weiteren Ziele waren dann nicht mehr Lauf, sondern Rad- und Triathlonspezifisch.

Auf dem Rad „so stark wie die anderen werden“

Erklärung: Da ich auf dem Rad, in den letzten Jahren, nicht wirklich viele Umfänge (schon gar nicht Intensitäten) gefahren bin, hing ich während den meisten Rennen auf dem Rad ein wenig hinterher. Daran wollte ich arbeiten! ich wollte „so schnell wie die anderen werden“. Meine Trainingskollegen aus Hannover und auch aus Göttingen waren auf dem Rad meist deutlich schneller unterwegs als ich. Beim Laufen konnte ich dann meist nicht mehr viel drehen.

Plan: Spielzeug: Wattmesser. Da Gunnar nichts von meinem Rad-Defizit wusste, ging es bei seinen Trainingsplänen mehrmals die Woche aufs Rad. Das war auch gut so. Bei einem ersten kleinen Trainingslager im Dezember auf Lanzarote sammelte ich die ersten Radkilometer auf der Straße – dort meist in Begleitung durch Kerstin Brachtendorf. Selbst bei den paar Ausfahrten, die Kerstin und ich zusammen machten, lernte ich viel über Watt und Radtechnik. Hier legte ich mein Grundstein zum Sprung auf ein neues Niveau auf dem Rad.

Ergebnis: Bei den ersten Triathlons konnte ich beweisen das ich „so schnell wie die anderen war“. In Hannover auf der Mitteldistanz konnte ich mir beweisen, dass ich auf dem Rad einen ordentlichen Sprung gemacht habe. Mit einem Schnitt von gut 39 km/h auf 90 Kilometern und nach etwa 2:17h stieg ich vom Rad. Das war die 6. schnellste Radzeit des Tages! Bei meiner Qualifikation in Jönköping fuhr ich, im Vergleich, 2:37h.

Mir selbst meine Stärke auf der Mitteldistanz in Hannover beweisen

Erklärung: Am 11.6 sollte es das erste Mal ernst werden. Mein wichtigster Testwettkampf und Standortbestimmung vor der WM sollte in Hannover stattfinden. In Hannover startete auf der Mitteldistanz. Ich wollte mir, sowie meinem Umfeld, beweisen, was ich in den dunklen Wintermonaten und in meinen drei Trainingslagern gemacht habe.

Plan: Solide Schwimmen. Brutal Radfahren. Laufen überleben.

Ergebnis: Solide geschwommen, brutal Rad gefahren und das Laufen gerade so überlebt. Mit einer Endzeit von 4:25h konnte ich mehr als zufrieden sein und wieder zeigte der Weg in die richtige Richtung! Gesamtplatz 5 gab mir einen ordentlichen Motivationsschub für die nächsten Wochen. Meine Endzeit in Jönköping war 4:48h. Die Streckenlängen und Streckenprofile waren in Hannover und Schweden in etwa gleich. Daher sind die Zeiten annähernd vergleichbar.

Bei den Liga-Wettkämpfen erfolgreich sein

Erklärung: Der RSC Göttingen startet in der Niedersachsen-Landesliga. Den Auftaktwettkampf in Hannover, einen Tag vor der Mitteldistanz-Generalprobe, lies ich aus, um am nächsten Tag frisch zu sein. Ich startete dieses Jahr in Peine (Sprint), Stuhr (Olympisch) und Wilhelmshaven (Sprint).

Plan: Ballern!

Peine: Nach einem guten schwimmen ging ich aufs Rad und machte auf den 20 Kilometern zu Beginn ordentlich Druck. Leider wurde das Rennen von unfairem Windschattenfahren überschattet und somit ist der Radpart schlecht zu werten. Da die Platzierung mehr als die Zeit zählt, rollte 10 Meter hinter der „Gruppe“ und hielt mich frisch für den abschließenden Lauf über 5km. Mit knapp über 19 Minuten war der Lauf, wie auch das Schwimmen solide. Wir konnten mit über 100 Punkten vor dem Zweitplatzierten deutlich zeigen, was in uns steckt!

Stuhr: Meine beste Olympische Distanz bisher. Alle drei Disziplinen sehr solide absolviert und am Ende einen 6. Gesamtplatz erzielt. Meine Zeit von vor zwei Jahren um 15 Minuten pulverisiert.

Wilhelmshaven: Wegen Sturz, im Training, in der Rennwoche und ungewohntem Rad mein schlechtestes Liga-Ergebnis dieses Jahr. Das ist abgehackt 😉

Alljährliches Rennen: Altstadtlauf Göttingen

Erklärung: Den Altstadtlauf bin ich in den letzten 5 (?) Jahren regelmäßig gelaufen. Der Altstadtlauf ist immer eine gute Standortbestimmung wie es um meine Spritzigkeit steht. Die Zeiten sind eher zu vernachlässigen, da durch Umrundungen und Streckenänderungen der letzten Jahre kein wirklich Vergleich möglich ist. Vergleichen kann man jedoch an der Gesamtplatzierung. Während ich 2015 und 2016 etwa 20. Platz Gesamt war konnte ich dieses Jahr einen guten fünften Platz in der Firmenwertung erzielen.

Plan: Vorne einreihen und versuchen an der Spitze dran zu bleiben.

Ergebnis: Mit einer Zeit von 18:07 Minuten (5 Kilometer) kann ich sehr zufrieden sein, zumal das Rennen mitten in einer Belastungswoche war und ich am Tag vorher noch 18km Laufen war.

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