Bericht: TRI122 Lanzarote – DNF

Wettkampf

DNF = did not finish
Scheinbar gehört dieses Ergebnis auch in die Laufbahn der besten Triathleten 😉 Das Rennen lief leider nur zu 2/3 gut.

Schwimmen
Das Schwimmen im Meer war wie erwartet. Nichts aussergewöhnliches, aber auch nicht lahm. Das ist auch mein erklärtes Ziel für 2018: Form halten.

Es wurden zweimal ein 900m Dreieckskurs geschwommen – mit kurzem Landgang zwischen den Runden. Ich konnte auf den Runden gute Partner finden und solide mit schwimmen. Die erste Runde in 15 Minuten und die zweite auch etwa in 15 Minuten zeigt mir eine gute Grundform. Womit ich arbeiten kann.

Meine Schulterprobleme haben sich im Wettkampf überhaupt nicht bemerkbar gemacht und das obwohl ich sogar im Neoprenanzug geschwommen bin.

Rad
Auf dem Rad konnte ich 2/3 der Radstrecke gut Druck auf die Pedale bringen und meine Werte fahren. Das Starterfeld war scheinbar relativ stark (oder die Spanier können einfach brutal Rad fahren) und ich konnte da nicht so mithalten wie ich mir das vorgestellt hatte. Ich habe mich dann auf mich konzentriert und bin meine geplante Leistung gefahren. Das funktionierte bis ungefähr Kilometer 65 auch ganz gut. Dann fingen leider Probleme im unteren Rücken an und ich hatte Probleme Druck auf die Pedale zu bringen. Bis dahin war ich aber gut unterwegs und ich konnte nahezu die Leistung aus der Höchstform im letzten Jahr abrufen. Das stimmt mich zum jetzigen Zeitpunkt zufrieden, zumal ich noch keine intensiven Einheiten auf dem Rad gefahren bin. Druck im letzten Drittel bekomme ich in den nächsten Trainingswochen automatisch.

Lauf
Beim Triathlon gibt es allerdings neben dem Schwimmen und Rad noch das Laufen. Der Lauf war leider eine Katastrophe. Direkt beim absteigen vom Rad merkte ich, dass mein Rücken Probleme machen wird. Ich wechselte relativ zügig und begab mich auf die Laufstrecke. Hier verstärkten sich die Probleme massiv und ich fühlte mich, als würde jemand mit seinem Ellbogen in meinen unteren Rücken drücken. Schon der erste Kilometer – leicht bergab – entsprach überhaupt nicht meinen Vorstellungen von Geschwindigkeit während eines Wettkampfs. Ich versuchte alles um die Geschwindigkeit irgendwie hochzuhalten, hatte aber mehr Probleme mit meinem Rücken als mich um einen schnellen Lauf zu kümmern. Die Schmerzen zwangen mich zum stehenbleiben und dehnen.

Ich bin in meiner Sportlichen Laufbahn noch nie während eins Wettkampfs stehengeblieben. Nicht für eine Trinkpause, nicht zum Dehnen. Nie.

In diesem Fall ging es leider nicht anders und ich musste das Eis brechen. Nach mehreren Dehnversuchen beschloss ich den Wettkampf, nach Kilometer 6, abzubrechen.

Unmittelbar nach dem Wettkampf
Nach dem Abbruch trat eine neue Situation ein: In den Minuten nach dem Wettkampf habe ich ALLES in Frage gestellt, was mir in den Kopf kam. Das war kein schöner Moment und ich habe in diesem Moment – für mich – eines richtig gemacht: Ich habe mich zurückgezogen 🙂

Fazit
Ich will an dieser Stelle gar nicht groß jammern. Mehr als 24 Stunden später, nachdem ich die Nachrichten von Euch erneut lese, die Zahlen von gestern analysiere und mental wieder zurück bin, ziehe ich das Fazit „Alles ist für irgendwas gut!“.
Gestern war allerdings auch nicht alles negativ. Der Test im Schwimmen und auf dem 2/3 Rad stimmen mich zuversichtlich und auch meine neue Ernährungsstrategie hat funktioniert. Jedenfalls bis Kilometer 6 hatte ich keine Probleme.
Mit positiven sowie negativen Erkenntnissen schließe ich diesen Formtest und Wettkampf ab.

Wie geht es weiter?
Zurück in Deutschland geht es nun erstmal daran mich weiter an das Wettkampfrad zu gewöhnen und weiter Kilometer zu sammeln. Nebenbei werde ich im Kraft- und Athletiktraining verstärkt den unteren Rücken bearbeiten um die Rückenprobleme loszuwerden. Ich denke, dass sind schon die zwei ausschlaggebende Punkte. Der Wettkampf war leider etwas zu früh für mich, zeigt mir aber auch deutlich woran ich arbeiten muss. Die Baustellen habe ich analysiert und werde Gegenmaßnahmen einleiten.
Die nächsten Termine sind in drei Wochen der Hannover Halbmarathon und weitere zwei Wochen die Tour d’Energie in Göttingen. Am 13.05. (in acht Wochen) geht es wieder ans eingemachte und der erste Hauptwettkampf steht bevor. Das wird der IRONMAN 70.3 Pays d’Aix in Frankreich. Das ist meine Deadline um die Rückenprobleme vollständig in den Griff zu bekommen!

Bis dahin arbeite ich weiter an meiner Form und bin dabei hochmotiviert! Danke für Eure Anteilnahme über die Sozialen Medien und bis bald!

So schnell lasse ich mich am Anfang der Saison natürlich nicht unterkriegen! 😉

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