Bericht: Triathlon Bokeloh + Neuseen Classics Leipizg

Wettkampf

Am vergangenen Wochenende standen zwei Wettkämpfe an: Samstag startete ich in Bokeloh auf der Sprintdistanz über 700m, 21km und 5,2km in der Triathlon Landesliga für den ASC Göttingen. Sonntag in Leipzig bei den Neuseen Classics über 60km für das Radroo Team.

Triathlon Bokeloh

Mit dem Triathlon in Bokeloh verbinde ich etwas beonderes: Vor einigen Jahren habe ich dort meinen ersten Triathlon gemacht.

Die Wettervorhersage war warm und sonnig. Meine Startgruppe startete erst um 13:55 Uhr. Bis dahin galt es sich möglichst fit zu halten und Schatten zu suchen. Die Vorbereitungen am Wettkampftag verliefen problemlos und ich fühlte mich fit und bereit. Ich entschied mich für einen Start ohne eigene Uhr um mich auf meinen Körper zu konzentrieren. Vorallem auf den kurzen Distanzen wo es nur „ballern“ als Motto gibt, bringen Zahlen nicht wirklich viel. Einzig auf dem Rad hatte ich einen Leistungsmesser um Gefühl und Leistung zu prüfen. Das Becken verlies ich nach etwas mehr als 11 Minuten. Zum Glück habe ich das erst nach dem Rennen erfahren, denn 11 Minuten wären mir deutlich zu langsam und hätten mich sicher bei den folgenden zwei Disziplinen mental belastet. Auf meiner Bahn hatte ich leider keine wirklichen Mitschwimmer. Ein Ausreißer war dabei und der Rest ist hinter mir geschwommen. Da hatte ich dann nicht wirklich den Punch. 😉

Der Wechsel auf’s Rad verlief problemlos. Direkt Druck gemacht und auf den ersten Kilometern die meisten Athleten meiner Startgruppe eingeholt. Das Radfahren war relativ unspektakulär und verlief problemlos sowie kurzweilig. Nach etwas weniger als 35 Minuten stieg ich gemeinsam mit Tim, einem Teamkollegen, vom Rad und wir wechselten auf die Laufstrecke.

Die Laufstrecke führte um ein Feld und es mussten vier Runden gelaufen werden. Ich hielt das Tempo hoch und Tim musste leider nach einigen Minuten abreißen lassen. Vor mir lief meine Motiviation: Tim! Ein weiterer Tim aus unserem Team war unmittelbar vor mir. Ich lief ohne Probleme kontinuierlich ein hohes Tempo und konnte Tim einholen und überholen. Durch die vier zu laufenden Runden konnte man immer wieder Athleten aus den eigenen Reihen sehen und während des Laufens anfeuern. Für das Teamfeeling ein ganz besonderes Erlebnis!

Nach 1:06:03h erreichte ich das Ziel und hatte die beiden Tim’s direkt im Schlepptau. Durch eine hohe Leistungsdichte in unserem Team vermutete ich schon im Vorfeld ein gutes Teamergebniss.

Als ich die beiden Tim’s direkt hinter mir im Ziel sah, wusste ich, dass wir in der Team-Wertung ganz oben dabei sind!

So war es auch! Der ASC Göttingen belegte (mit deutlichem Abstand!) einen sagenhaften ersten Platz! Ich bin guter Dinge, dass wir auch bei den kommenden Wettkämpfen vorne mitmischen!

Neuseen Classics

Die Neuseen Classics ist ein Radrennen welches in Leipzig ausgetragen wird. Zusammen mit dem Radroo Team starteten wir über 60 Kilometer. Im Gegensatz zum Auftakt in Göttingen war ich im vordersten Startblock eingereiht, was eine gute Ausgangsposition versprach. Es ging zügig aus Leipzig raus und ich befand mich in der zweiten großen Gruppe. Alles lief nach Plan und ich hielt mich in der Mitte des Feldes auf um Energie zu sparen. Nach etwa 15 Kilometer gab es eine Fahrbahnverengung, eine Kurve kurz dahinter und ein Überholmanöver zur gleichen Zeit. Die beiden Fahrer vor mir verhakten sich und ich konnte nicht ausweichen. Ein Sturz war nicht vermeidbar.

Abgestiegen mit einem gekonnten Salto über den Lenker und auf dem Hinterteil gelandet.

Ich stürzte scheinbar als einziger, hebte meine Brille und mein Rad auf und stieg „sofort“ wieder auf. Leider waren ein paar Sekunden zu viel vergangen und meine Gruppe war weg und unerreichbar. Eine größere Gruppe hinter mir war nicht in Sicht. Ich fuhr also mit hohem Tempo weiter und sammelte einen weiteren Einzelfahrer ein. Mit Schmerz vom Aufprall kreiselten bis wir eine Dreiergruppe einholen konnten. Diese Gruppe hielten wir dann bis kurz vor Leipzig. Dort wurden vergrößerten wir zu einer Siebenergruppe. Durch gute Tipps aus den eigenen Reihen am Vortag, wusste ich, wie der Schlussprint clever angefahren wird. Als kleines happy end konnte ich diesen gewinnen. Als Langdistanzler in Vorbereitung ist ein gewonner Sprint schon etwas besonders 🙂 Natürlich hätte ich mir mehr erhofft, aber Stürze bleiben bei Radrennen mit Windschattenfreigabe nicht aus. Das muss einem klar sein und Ärgern sollte man sich darüber nicht zu lange. Größere Schürfwunden habe ich zum Glück nicht und bin, bis auf einen geprellten Hintern, in Ordnung. Die Hoffnung ist, dass der Schmerz die kommenden Tage nachlässt und ich zügig wieder in das geregelte Training einsteigen kann. Kommendes Wochenende stehen schon die nächsten Wettämpfe an…

 

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