Abschluss ’18, Ausblick ’19

Laufen Umfeld Wettkampf

Der letzte Beitrag aus Juli ’18 ist schon eine Weile her. Nach der Langdistanz in Roth ist sportlich noch einiges passiert:

– In der Landesliga startete ich in Stuhr und Wilhelmshaven auf Olympischer- und Sprint-Distanz und konnte mit meinen Langdistanz-Beinen ganz solide abliefern und dem ASC Göttingen zum Aufstieg in die Regionalliga verhelfen. Ich freue mich auf 2019 und die ersten Starts in der Regionalliga Nord!

– Ein weiteres Highlight nach Roth sollte in Almere (Holland) stattfinden. Die Mitteldistanz Challenge Almere ist bekannt als windanfällige, aber auch schnelle Strecke. Schwimmen im See, Radfahren – topfeben ohne Höhenmeter – und drei Runden auf der Laufstrecke versprachen ein schnelles Rennen. Ohne Monate später nun die komplette Story auszugraben, nun die Kurzform: solides Schwimmen, ordentlicher Wechsel auf’s Rad. Bis hierher alles gut und gewöhnlich. Bei Kilometer 6 hatte ich leider einen Platten am Hinterrad und musste den Schlauch wechseln. Am Tag vorher hatte ich das leider ebenfalls schon geübt, beim ersten und kurzen Streckencheck. Schlauch gewechselt, Luft über Co2-Kartusche gepumpt und weiter. Nach nur einem Kilometer: der nächste Platten – wieder am Hinterrad. Ersatzschlauch war verbraucht, Co2-Kartusche ebenfalls. Glücklicherweise passierte dies kurz vor der ersten Verpflegungsstation und ein Helfer kam auf mich zu. Glück im Unglück: Im Ort war ein Radgeschäft und ich bekam einen neuen Schlauch und Mantel. Der Mantel hatte einen Riss, daher der unmittelbare zweite Platten. Die ganze Aktion kostete mich etwa 30 Minuten, aber ich konnte weiterfahren. Mit einer reinen Fahrtzeit von knapp unter 2:30h war ich mit dem Rad-Split letztlich zufrieden. Nun waren fast alle gesteckten Ziele verworfen. Fast? Angefixt durch die 70.3-WM in Südafrika, wo gefühlt alle Profis im Livestream ohne GPS-Uhr liefen, wollte ich dies auch mal testen. In einem Rennen wo nichts mehr zu verlieren, sowie zu gewinnen war, wohl die beste Gelegenheit! Ich lies meine Uhr im Wechselbeutel und lief nach Gefühl los. Ergebnis = schnellster Halbmarathon bei einer Mitteldistanz in 1:24h. Ohne Uhr, nach Gefühl. Wieder die mahnenden Worte von mir: lasst die Technik ab und an weg und hört auf euren Körper.

– Nach der Mitteldistanz am Samstag startete ich spontan bei einem lokalen Göttinger Bahnlauf über 5.000 Meter auf der Bahn. Eine Sache die ich noch nie gemacht habe, aber schon immer auf meiner Todo-Liste stand. Mit einer Zeit von 18 Minuten war ich zufrieden – war ja nur drei Tage nach der Mitteldistanz.

– Nach der spontanen Idee des 5.000 Meter Bahnlaufs, folgte die Nächste: Start beim Kassel Marathon, eine Woche nach einer Mitteldistanz, ein paar Tage nach dem 5.000 Meter Bahnlauf. Gute Idee? In diesem Fall: Ja! Ich lief kontrolliert los und bekam ab etwa Kilometer 11 Radbegleitung durch Yannis. Kassel ist leider auf der Marathon-Distanz relativ schwach besetzt und dementsprechend öde kann die Strecke werden. So war ich sehr froh über die Begleitung. Relativ entspannt überquerten wir die Halbmarathon-Marke in 01:27:06h. Yannis und ich (ich glaube es war eher nur Yannis) beschlossen, die zweite hügeligere Hälfte schneller zu laufen und all in zu gehen. Keine Ahnung wie, aber es funktionierte. Die zweite Hälfte deutlich schneller als die erste inkl. der Höhenmeter, ein paar andere Läufer eingeholt und ab ins Ziel: 9. Mann, 3. AK (Kenianer auf 1+2, darf man ruhig erwähnen :-P) mit einer Zeit von 02:52:19h. Hätte ich mir niemals zugetraut, aber ich hab’s einfach gemacht und hat funktioniert. Danke an dieser Stelle erneut an Yannis für die Top-Begleitung. Ich war sehr zufrieden mit der Erfüllung meiner Musik-Wünsche, Verpflegung, Motiviation und Unterhaltung.

 

Ausblick ’19

Befriedigt durch die Langdistanz, einige Erfahrungen auf Mitteldistanzen und Lauf-Events, habe ich mir neue Herausforderungen gesetzt. Sportlich steht 2019 im Fokus des Formerhalts und der Schnelligkeit. Bei einigen Regionalliga-Wettkämpfen plane ich zu starten und entsprechend dort den Fokus setzen. Ein neue Herausforderung im Job steht bevor und beinhaltet auch den Umzug nach Amsterdam. Was auch Grund für die längere Schreib-Pause war. Der Umzug ist abgeschlossen und morgen beginnt meine neue Challenge – hier in Amsterdam. Schauen wir mal was sportlich drin ist in 2019! 🙂

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